Gehör finden, Musik erleben, Stille erfahren
Musiktherapie bei Multiple Sklerose

Unser spezielles Therapieangebot richtet sich an Patienten mit einer Multiple Sklerose-Erkrankung in der Bodenseeregion (D/CH), als Ergänzung zu medizinischen und medikamentösen Behandlungen.

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Wesentlich ist, dass für die Betroffenen ein lebenslanger unvorhersagbarer Krankheitsverlauf mit zunehmenden Einschränkungen beginnt, der ursächlich nicht geheilt werden kann. Die Folgen sind Beschwerden wie etwa Gang- und Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen. Sie führen häufig dazu, dass die Betroffenen sich zurück ziehen und ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verlieren. Die bisherigen medizinischen und therapeutischen Konzepte zur Behandlung von MS-Erkrankten sind hauptsächlich darauf ausgerichtet, die einschränkenden Symptome zu reduzieren oder zu kompensieren und die körperlichen Funktionen zu erhalten. Die darüber hinausgehenden sozialen und emotionalen Bedürfnisse werden in der Regel vernachlässigt. Als Folge treten häufig Ängste und Depressionen auf, die den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.

Das musiktherapeutische Angebot verbessert die Lebensqualität in dem es hilft:

Die Behandlung mit Klängen, Tönen und Schwingungen hilft Spannungen zu lösen und stellt einen hörbaren und spürbaren "Raum" dar, in dem neben Wohlgefühl und Zuversicht auch Abschied, Schmerz und Trauer Platz finden. Die körperliche Entspannung, verbunden mit den klangimmanenten Strukturen und Ordnungsmustern machen körperliche und seelische Befindlichkeiten dynamisch wandelbar. Die musiktherapeutische Behandlung kann zu einer Verringerung von Ängsten und zu einer besseren Akzeptanz der verunsichernden Lebenssituation beitragen.

Behandlungsangebot

Zur Zeit bieten wir ein wissenschaftlich begleitetes Therapieprogramm mit aktiven und rezeptiven musiktherapeutischen Verfahren an.

Die ambulante Behandlung besteht aus 20 Einzelbehandlungen je 60 Minuten.

Bei entsprechender Indikation werden die Kosten von Zusatz-Krankenkassen (EMR) oder vom Forschungsfonds zur Förderung natürlicher Heilverfahren übernommen.

Für den Patienten entstehen keine Behandlungskosten.

Studienleitung: Dr. Dr. med. H. Moser

 

hoch